Was die Welt bewegt

Die Medien werden vom aktuellen Tagesgeschehen rund um die ganze Welt beherrscht. News und Meldungen jeder Natur finden durch die Nachrichtendienste in Sekundenschnelle ihren Weg auf den heimischen Monitor, teils gefiltert, teils politisch motiviert, in jedem Fall allerdings zu mundgerechten Informationsstücken verarbeitet.
Diese halten sich auch Anfang 2012 nicht mit Schreckensmeldungen zurück. Speziell Unglücke und Kriminalfälle stehen naturgemäß im Blickpunkt von ganz Nachrichten Deutschland, dessen Meinungsbildung ganz maßgeblich von der Art der Berichterstattung abhängt – wie am derzeit wohl aktuellsten Thema deutlich wird.

Die Costa Concordia: die Folgen des menschlichen Versagens

Geradezu omnipräsent in deutschen Nachrichten ist zur Zeit das Fährunglück vor der italienischen Küste, wo der 290 Meter lange Kreuzer Costa Concordia seit dem 13. Januar 2012 auf Grund liegt. Sowohl Wellengang als auch die enorme Schräglage des havarierten Riesen erschweren die Bergungsarbeiten, deren Zweck vor allem die Hoffnung auf weitere Überlebende ist.
Es spricht für das Ausmaß der Tragödie, dass die Zahl der Opfer von Anfang an kaum mehr als eine Randnotiz war. Für besondere Brisanz sorgt nämlich das Verhalten des Kapitäns, der den Unfall zunächst ganz ohne Not verschuldete und danach entgegen aller Verpflichtungen nicht einmal auf dem Schiff blieb, um die Rettung zu koordinieren. Der moralische Kodex, dem Kapitäne naturgemäß unterliegen, wog in diesem Fall anscheinend nicht schwer genug, um Francesco Schettino zum Bleiben zu bewegen.
Die Auswirkungen dieser Entscheidung könnten weitereichender kaum sein: Neben der rein rechtlichen Situation, in der sich Schettino aufgrund seiner grob fahrlässigen Fahrkünste befindet, fokussiert sich die Öffentlichkeit auf das Bild des Mannes, der den Unfall nicht nur verursachte, sondern auch noch vor den Konsequenzen wortwörtlich davonzulaufen.

Schlag gegen Raubkopierer: die Schließung von Megaupload und Megavideo

Auch das vieldiskutierte Thema der Medienpiraterie darf dieser Tage wieder aufleben. Grund dafür ist die plötzliche Schließung des Filehosters Megaupload sowie dessen Streaming-Segment Megavideo. Den Machern des Anbieters wird die Verbreitung von Raubkopien im großen Stil vorgeworfen; die geschätzte Schadenshöhe beläuft sich auf etwa 500 Millionen Euro. Stellvertretend für das Geschäftsprinzip steht dabei Kim Schmitz, jener berüchtigte New Economy-Unternehmer, der bereits in den 90er Jahren für Aufsehen sorgte und sich mittlerweile Kim Dotcom nennt.
Für zusätzliches Interesse sorgt außerdem die Fragestellung, ob ein ähnliches Schicksal wie Megaupload nun auch anderen Anbietern gleicher Natur drohen könnte, etwa Uploaded und Rapidshare, deren Datenwolke sicherlich auch nicht frei von Raubkopien ist.

Die unendliche Geschichte: das deutsche Bundespräsidialamt

Die Diskussion um Bundespräsident Wulff hält nun schon seit vielen Wochen an und hat seitdem eine beachtliche Metamorphose vollzogen. Was nämlich zunächst als Kreditaffäre begann, weitete sich schon bald zur Mailboxaffäre aus, nur um dann auch Wulffs kürzlich entlassenen Sprecher Glaeseker miteinzubeziehen. Obwohl die Ergebnisse der Razzia bei Glaeseker noch auf sich warten lassen, dürfte in jedem Fall feststehen, dass die Präsidialaffäre dadurch eine zusätzliche Facette bekommen hat – aus Sicht des Bundespräsidenten natürlich keineswegs nützlich. Es wird also zu beobachten bleiben, wie die parteiinterne Rückendeckung in den kommenden Tagen aussieht oder ob der Wendepunkt nun erreicht ist.

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